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Samstag, 26. Februar 2000 
14 Elfen zaubern Hymne ans Revier
Die BSW-
Aus den Boxen tönt liebevoll Heinz Rühmanns "LaLeLu". Nicht nur der Mann im Mond schaut zu, wenn 14 Mädchen auf dem Boden schlummern. Sanft werden sie geweckt, kleiden sich in die Arbeitskluft der Bergleute. Die Boxen wechseln zum verrockten Steigerlied, die jungen Bergfrauen tanzen eine Ode an das Ruhrgebiet: "Glückauf, Glückauf".
Und so entwickelt sich eines der schönsten Ereignisse, das der Oberhausener Karneval in den letzten Jahren auf etliche wohlgeformte Beine gestellt hat. Irgendwann im Tanz leuchten die Lampen an den Helmen auf, klappt die technische Regie im Saal, verlöschen in dem Moment fast alle anderen Lichter. Dann illuminieren 14 Strahler den Weg in die aussterbende Geschichte des Reviers.
Szenenwechsel: Die Zukunft beginnt. Jetzt röhrt Wolfgang Petry "Ihr seid das Ruhrgebiet", die unter-
Eine Vergangenheit liegt auch hinter, eine Zukunft vor der Garde. Einst tanzten die Mädchen, die heute weitgehend ebenso junge wie zauberhafte Frauen sind, für die Große Osterfelder Karnevalsgesellschaft. Vor rund eineinhalb Jahren lichteten sich die närrischen Osterfelder Reihen angesichts auch finanzieller Turbulenzen im Verein, die "Narrenzunft" des Bundesbahn-
Die Tänzerinnen um ihre Trainerin Petra Grenda nahmen die neue Herausforderung an, gerne: "Der Verein steht hinter uns". Wohl wahr, Gabriele Fiedler, 2. Vorsitzende der "Narrenzunft", wacht wie eine Glucke über ihre tanzenden Küken.
Selbst ihre beiden Töchter, sozusagen zu den Seniorinnen der Garde zu zählen, werden von der Mutter überwacht wie vom Bundesgeheimdienst. Dabei ist Sabine, die Blonde, selbst schon zweifache Mutter, arbeitet noch so zweieinhalb Tage pro Woche bei ihrem früheren Arbeitgeber, dem Buschhausener Autohaus Becker.
Und Britta Fiedler, 28, ist in den Augen der Mutter wohl auch noch nicht so erwachsen, dass sie auf eine Aufpasserin verzichten könnte. Auch Britta, die Rote, war früher bei Becker, hat vor etlichen Jahren nebenbei auch mal im Theater-
Britta übrigens ist auf der Suche nach einer größeren Wohnung, ihr Kater brauche mehr Auslauf. Und einen Arbeitgeber in einem Oberhausener Autohaus würde sie auch nicht verachten.
Fürwahr eine schillernde Garde schillernder Weiblichkeit. Tanja, eines der Nesthäkchen, sitzt an einer Bottroper Schule in der Jahrgangsstufe 10.
Siris Weg zum Abitur ist nicht mehr gar so weit, die Reife kommt im Sommer. Simone ist Zahntechnikerin, trägt zum kräftigen Biss der Garde bei, Ursel, 29, ist Buchhändlerin in Wuppertal, die nächste Simone, 28, arbeitet als Apothekenhelferin. Kirsten ist Rechtsanwalt-
In der älteren Besetzung tanzt der Kern der Garde schon seit acht, neun Jahren zusammen, aus der Kindergarde, die Petra Grenda gemeinsam mit Britta Fiedler trainiert, wachsen Tänzerinnen in die Seniorengarde nach. Einmal wöchentlich, montags, wird im Revierpark Vonderort trainiert.
Die Kameradschaft stimmt, Trainerin Petra Grenda sei manchmal ein bisschen launisch, "lässt uns nie mitreden". Aber den Zusatz schieben die jungen Damen gleich nach: "Manchmal könnte sie sogar noch etwas strenger sein".
Auftritte pro Session gibt es für die BSW-
Die 41-
Gagen für Tanzgarden werden nicht gerade üppig bemessen. Wie bei den anderen auch schneidendie BSW-
Natürlich macht die BSW-
Michael Schmitz
WAZ-

Sie sind das Ruhrgebiet: Die BSW-

Für die getanzte Hymne ans Revier haben Tanja, Stefanie und Elena (v.l.) stets ein passendes Maskottchen dabei.

Diese Figur der Steigerlied-

Petra Grenda leistet Garderobieren-